„Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs“ im christlichen Kontext
Christliche Werte entdecken mit den Wompets
| Alter: 4-8 Jahre | Dauer: ca. 45 Minuten | Material: – Kinderbuch: „Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs“ – Handpuppe Wutsch oder Bild von Wutsch – Bild oder Symbol für Sternosien – Sternenlichtprojektor – Schatzkiste mit Papiersternen – Tücher, um einen Weg zu legen – Bibel |
Inhaltsangabe:
Hoch oben in Sternosien leben die Wompets. Das sind kleine Wolkenmonster, die für die Menschen die Sterne im Himmel anzünden. Eines Morgens wacht das Wompet Wutsch auf und findet sich auf der Erde wieder. Wie kommt er bloß wieder zurück nach Sternosien? Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach Hilfe. Doch niemand hat Zeit für ihn. Als Wutsch schon fast die Hoffnung verliert, bemerkt er: Hier auf der Erde gibt es Menschen, denen es auch nicht so gut geht. Also beschließt er, sich selbst um diese Menschen zu kümmern. Und dadurch verändert sich auch für ihn alles. Denn auch jede noch so kleine Hilfe macht die Welt ein bisschen freundlicher.
Kernaussage:
Gott sieht, wenn wir Hilfe brauchen, und schenkt uns Menschen, die für uns da sind. Er lädt uns ein, diese Liebe weiterzugeben.
Schwerpunkte:
Die Kinder entdecken:
- Jeder Mensch braucht manchmal Hilfe.
- Gott sieht Menschen in ihrer Not.
- Kleine Gesten können viel verändern.
- Jesus lädt uns ein, ein guter Nächster zu sein.
- Gottes Liebe wird sichtbar, wenn Menschen füreinander da sind.
Verlaufsplanung:
Vorbereitung:
Die Handpuppe „Wutsch“ wird vor Beginn der Vorlesestunde für die Kinder gut sichtbar, aber nicht sofort auffällig, im Gruppenraum platziert.
Hinführung
Die Kinder sitzen im Halbkreis.
„Kinder, ich brauche eure Hilfe. Mein Freund Wutsch ist verschwunden.“
Es wird ein Bild von Wutsch gezeigt.
„Vielleicht könnt ihr mir helfen. Schaut euch einmal ganz aufmerksam um. Könnt ihr Wutsch entdecken?“
„Ihr habt Wutsch gefunden. Gut gemacht!“
Die Handpuppe wird geholt und den Kindern gezeigt.
„Das ist Wutsch. Er ist ein Wompet, der eigentlich in Sternosien, in der Sternenwelt lebt. Dort zünden die Wompets jeden Tag die Sterne am Himmel an.“
„Doch eines Tages ist etwas Merkwürdiges passiert. Wutsch findet sich plötzlich auf der Erde wieder und weiß nicht, wie er zurück nach Hause kommt.
Was Wutsch dann alles auf der Erde erlebt hat das erzähle ich euch heute. „Die Geschichte heißt: Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs.“
Danach beginnt das Vorlesen.
Gemeinsame Bilderbuchbetrachtung und Erarbeitung
Während des Vorlesens werden die Kinder aktiv einbezogen.
Seite 7:
- „Welche Idee könnte Wutsch haben, um wieder nach Hause zu kommen?“
Seite 12-13:
- „Wie denkt ihr, fühlt sich Wutsch jetzt?“
Seite 16-17:
- „Wie geht es der alten Frau und dem kleinen Mädchen? Woran merkt Wutsch, dass diese Menschen Hilfe brauchen?“
Seite 20:
- „An wen denkt Wutsch?“
Hilfesituation 1 (alte Frau)
Seite 21:
- „Wie könnte Wutsch der Frau mit der schweren Einkaufstasche helfen?“
- „Mal sehen, ob eure Vermutung stimmt.“
Seite 22-23:
- „Wie geht es der Frau jetzt?“
- „Wie fühlt sich Wutsch, nachdem er geholfen hat?“
Hilfesituation 2 (Mädchen)
Zu Seite 18 zurückblättern. Die Seite wird erneut betrachtet, auf der das traurige Mädchen zu sehen ist.
- „Wie könnte Wutsch dem Mädchen helfen?“
- „Schauen wir nach, ob ihr recht habt.“
Seite 24-25 – Abgleich mit der Geschichte
- „Hattet ihr richtig vermutet?“
- „Wie geht es jetzt Wutsch und dem Mädchen?“
- „Welche Person fehlt noch, der Wutsch noch nicht geholfen hat?“
Hilfesituation 3 (Mann mit geflickter Kleidung)
Es wird zurück zur Seite 18-19 geblättert. Die Seite wird erneut betrachtet.
- „Wie könnte Wutsch diesem Mann helfen?“
Abgleich mit Seite 26-27.
Seite 28-29:
- „Warum ist Wutsch plötzlich wieder traurig?“
Seite 32-33:
- „Was könnte die Regenbogenrauchwolke bedeuten?“
Ausklang – Vertiefung der Geschichte
Das Buch wird geschlossen. Wutsch erscheint noch einmal.
„Auf der Erde hat Wutsch ja etwas ganz Wichtiges gelernt. Wisst ihr noch, was er gelernt hat?“
Helferregel von Wutsch
„Genau. Wutsch hat gelernt, dass Helfen glücklich macht. Als er anderen geholfen hat, ging es nicht nur den anderen besser, sondern auch ihm.“
„Wisst ihr, was Wutsch auf seiner Reise auch gelernt hat? Helfen ist etwas Schönes. Aber beim Helfen gibt es eine wichtige Regel: Wir müssen auch gut auf uns selbst aufpassen. Wutsch nennt diese Regel die Sternenregel.“
„Ich erzähle euch jetzt verschiedene Situationen. Überlegt: Darf ich hier alleine helfen oder muss ich zuerst einen Erwachsenen fragen? Wenn ihr denkt: Ich darf helfen, zeigt ihr den Daumen nach oben. Wenn ihr denkt: Ich frage zuerst einen Erwachsenen, zeigt ihr den Daumen nach unten.“
Situation 1:
„Dein Freund oder deine Freundin im Kindergarten braucht Hilfe beim Aufräumen. Darfst du helfen?“
(Daumen nach oben)
„Ja, Menschen, die wir gut kennen, dürfen wir helfen.“
Situation 2:
„Du siehst draußen einen Menschen, den du nicht kennst. Er fragt dich, ob du ihm helfen kannst. Darfst du einfach hingehen?“
(Daumen nach unten)
„Nein. Bei Menschen, die wir nicht kennen, fragen wir zuerst Mama, Papa oder eine andere erwachsene Person, die auf uns aufpasst.“
Situation 3:
„Dein Opa braucht Hilfe, die Einkaufstasche zu tragen. Darfst du helfen?“
(Daumen nach oben)
Situation 4:
„Du siehst jemanden, der traurig aussieht und den du nicht kennst. Darfst du alleine hingehen?“
(Daumen nach unten)
„Genau. Helfen ist gut, aber wir achten auch auf unsere eigene Sicherheit. Erwachsene können uns helfen zu entscheiden, was richtig ist.“
„Wutsch hat gelernt: Ich kann anderen helfen und freundlich sein. Aber ich muss auch gut auf mich selbst aufpassen.“
Bibelbezug
„In der Bibel zeigt Jesus uns, wie wichtig es ist, auf andere Menschen zu achten und füreinander da zu sein.“
„Jesus sagt: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ (Markus 12,31)“
„Das bedeutet: So wie Gott uns liebt, dürfen auch wir anderen Menschen Liebe schenken. Wir können helfen, freundlich sein und Menschen zeigen: Du bist nicht allein.“
Transfer in die Lebenswelt der Kinder
- „Wem könntet ihr in dieser Woche helfen?“
- „Wie kann man helfen, ohne Geld oder Geschenke zu haben?“
„Manchmal helfen wir mit unseren Händen. Manchmal mit unseren Worten und manchmal einfach dadurch, dass wir für jemanden da sind.“
Symbolhandlung – Sternenweg der Nächstenliebe

In die Mitte des Raumes wird ein Weg aus Tüchern gelegt. Am Ende des Weges liegt ein Symbol für Sternosien. Eine Schatzkiste mit Papiersternen steht bereit.
„Wutsch wollte zurück nach Sternosien. Er hat auf seiner Reise viele Menschen getroffen, die Hilfe gebraucht haben.“
Die Schatzkiste wird geöffnet.
„Diese Sterne sind heute keine Sterne für den Himmel. Sie sind Sterne für den Weg. Sie heißen: Sterne der Nächstenliebe.“
Jedes Kind erhält einen Stern und darf diesen mit seiner Helferidee bemalen oder beschriften.
„Überlegt einmal: Wie kannst du in dieser Woche jemandem helfen?“
Wer möchte, darf seine Idee sagen. Dann legt jedes Kind seinen Stern auf den Weg.
Wenn der Weg fertig gelegt ist:
„Schaut mal: Unser Weg ist hell geworden. Jeder Stern erinnert an einen Moment, in dem wir Liebe sichtbar machen können. Zusammen zeigen alle Sterne den Weg der Nächstenliebe.“
„Wutsch hat erlebt, dass Helfen nicht nur anderen gut tut, sondern auch ihm selbst.“
Abschlussgebet
„Lieber Gott,
danke, dass du uns lieb hast.
Danke für Menschen, die uns helfen.
Öffne unsere Augen für Menschen, die traurig, einsam oder hilfsbedürftig sind.
Hilf uns freundlich zu sein, zu teilen und füreinander da zu sein.
Lass dein Licht durch uns in der Welt leuchten.
Amen.“
Segen und Verabschiedung
„Schön, dass ihr heute da wart. Geht mit Gottes Liebe und seinem Licht in euren Tag. Eure Sterne dürft ihr mit nach Hause nehmen. Sie erinnern euch daran: Ich kann jeden Tag ein Licht für andere sein.“