Liebe & Nächstenliebe an Kinder vermitteln

Gottes Liebe erfahren und an andere weitergeben

In dieser Materialiensammlung findest du Ideen, Geschichten und Impulse, um das Thema „Nächstenliebe“ an Kinder zu vermitteln.

Darum geht es bei diesem Wert

Gott liebt jeden Menschen bedingungslos. Diese Liebe dürfen wir selbst erfahren und sie an andere weitergeben. Nächstenliebe bedeutet, dass wir aufmerksam für unsere Mitmenschen sind, ihnen helfen, sie annehmen und ihnen Gutes tun. Unabhängig davon, wer sie sind oder was sie für uns tun. Schon kleine Gesten können zeigen: Du bist wichtig. Du bist nicht allein. Ich sehe dich.

Die Kinder sollen entdecken:

  • Ich bin von Gott geliebt und wertvoll.
  • Auch andere Menschen sind wertvoll.
  • Ich kann Gottes Liebe durch mein Handeln weitergeben.

Wichtig:

Nächstenliebe bedeutet nicht, dass wir immer „lieb“ sein oder alles mitmachen müssen. Kinder dürfen eigene Grenzen haben und „Nein“ sagen. Es geht darum, andere Menschen wahrzunehmen, anzunehmen und ihnen Gutes zu tun.

Wir tun Gutes nicht, damit Gott uns liebt. Wir dürfen Gutes tun, weil wir selbst von Gott geliebt sind.

Nächstenliebe beginnt oft damit, dass wir einen anderen Menschen wahrnehmen: Wie geht es ihm? Was braucht er? Wo kann ich ihm etwas Gutes tun? Dabei müssen Kinder nicht die Verantwortung für andere übernehmen. Sie dürfen helfen, aber sie dürfen sich auch Hilfe holen, wenn eine Situation sie überfordert.

Inhalt

Auf einen Blick

Alter: ca. 4–12 Jahre

Schwerpunkt: Gottes Liebe, Wertschätzung, Annahme, Wahrnehmen, Helfen und Teilen

Kernbotschaft: Weil Gott mich liebt und ich für ihn wertvoll bin, kann ich auch anderen Menschen Liebe und Wertschätzung zeigen.

Besonders geeignet für: Kindergottesdienst, Kinderkirche, Jungschar und andere christliche Kindergruppen

So kannst du die Sammlung nutzen

Die verschiedenen Bausteine können frei miteinander kombiniert werden. Du kannst dir genau das auswählen, was zu deiner Kindergruppe, deinem Thema und der verfügbaren Zeit passt.

Zum Beispiel kannst du eine Bibelgeschichte mit einem Einstieg, einem Spiel, einer kreativen Aktion und einem Gebet verbinden, oder nur einzelne Elemente für deinen Kindergottesdienst verwenden.

Die Sammlung soll dir die Vorbereitung erleichtern und dir verschiedene Ideen an die Hand geben, aus denen du deinen eigenen Kindergottesdienst gestalten kannst.

Die einzelnen Ideen sind bewusst als kurze Übersicht gehalten. Bei aufwendigeren Spielen, Aktionen und Bastelideen findest du über die jeweiligen Links ausführliche Anleitungen sowie benötigte Materialien und Druckvorlagen.

Bibelgeschichten zum Thema Nächstenliebe

Die Geschichten greifen unterschiedliche Facetten von Liebe und Nächstenliebe auf. So kannst du passend zum Schwerpunkt deines Kindergottesdienstes auswählen.

Jesus und die Kinder (Markus 10,13–16)   

ab ca. 4 Jahren

Menschen bringen ihre Kinder zu Jesus. Die Jünger möchten sie wegschicken, doch Jesus macht deutlich, dass die Kinder willkommen sind. Er nimmt sie an und segnet sie.

Schwerpunkt: Willkommen sein & angenommen werden

Kernaussage: Jeder Mensch ist wertvoll und bei Jesus willkommen. Wir dürfen anderen zeigen, dass sie gesehen, angenommen und geliebt sind.

Das verlorene Schaf (Lukas 15,1–7)

 ab ca. 4 Jahren

Jesus erzählt von einem Hirten, der 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene Schaf zu suchen. Als er es findet, freut er sich und trägt es nach Hause.

Schwerpunkt: Jeder einzelne ist wertvoll

Kernaussage: Jeder einzelne Mensch ist für Gott wertvoll. Gottes Liebe gilt jedem Menschen ganz persönlich.

Der verlorene Sohn (Lukas 15,11–32)  

ab ca. 6 Jahren

Ein Sohn verlässt seinen Vater und verschwendet sein Erbe. Als er schließlich zurückkehrt, läuft der Vater ihm entgegen und nimmt ihn voller Freude wieder auf. Er macht ihm keine Vorwürfe, sondern feiert seine Rückkehr.

Schwerpunkt: Vergebung, Annahme & bedingungslose Liebe

Kernaussage: Gott liebt uns und nimmt uns an. Seine Liebe hängt nicht davon ab, ob wir alles richtig machen.

Die Heilung des blinden Bartimäus (Markus 10,46–52) 

ab ca. 5 Jahren

Bartimäus sitzt am Weg und ruft nach Jesus. Die Menschen wollen ihn zum Schweigen bringen, doch Jesus hört ihn, ruft ihn zu sich und nimmt sich Zeit für ihn.

Schwerpunkt: Übersehene Menschen wahrnehmen

Kernaussage: Jesus sieht Menschen, die andere übersehen. Jeder Mensch ist wertvoll und darf zu Jesus kommen.

Zachäus (Lukas 19,1–10)  

ab ca. 6 Jahren

Zachäus ist ein unbeliebter Zöllner und wird von vielen Menschen abgelehnt. Jesus sieht ihn trotzdem, spricht ihn an und geht sogar mit ihm nach Hause. Die Begegnung mit Jesus verändert Zachäus: Er möchte sein Unrecht wiedergutmachen und anderen Gutes tun.

Schwerpunkt: Annahme & Veränderung

Kernaussage: Gottes Liebe nimmt Menschen an und kann ihr Herz verändern. Wer selbst Liebe und Annahme erfährt, kann diese Liebe weitergeben.

Der barmherzige Samariter (Lukas 10,25–37)  

ab ca. 5 Jahren

Ein Mann wird auf seinem Weg überfallen und bleibt verletzt am Straßenrand liegen. Während andere achtlos an ihm vorbeigehen, hilft ausgerechnet ein Samariter. Er versorgt seine Wunden, bringt ihn in eine Herberge und kümmert sich um ihn.

Schwerpunkt: Hinsehen, Helfen, Grenzen überwinden

Kernaussage: Nächstenliebe bedeutet, hinzusehen und zu helfen – auch wenn ein Mensch ganz anders ist als wir oder wir ihn nicht kennen.

Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße (Johannes 13,1–17)  

ab ca. 7 Jahren

Jesus tut etwas, das normalerweise ein Diener getan hätte: Er wäscht seinen Jüngern die Füße. Damit zeigt er ihnen, dass wahre Größe darin liegt, anderen zu dienen und füreinander da zu sein.

Schwerpunkt: Dienen & füreinander da sein

Kernaussage: Liebe zeigt sich nicht nur in Worten. Wir können anderen dienen, helfen und ihnen Gutes tun.

Die Speisung der 5.000 (Johannes 6,1-15)  

ab ca. 5 Jahren

Viele Menschen kommen zu Jesus und hören ihm zu. Als es Abend wird, haben die Menschen nichts zu essen. Ein Junge stellt seine fünf Brote und zwei Fische zur Verfügung. Jesus nimmt das Wenige, das da ist, und macht daraus genug für alle.

Schwerpunkt: Teilen und das Eigene zur Verfügung stellen

Kernaussage: Auch das, was wir selbst nur für wenig halten, können wir mit anderen teilen. Gott kann unsere kleinen Gaben gebrauchen, um anderen Gutes zu tun.

Lieder

Die Lieder sind als Ergänzung gedacht und können je nach Gruppe, Alter und Situation eingesetzt werden.

Gottes Liebe ist so wunderbar

ab ca. 4 Jahren

Ein fröhliches Kinderlied, das Gottes wunderbare Schöpfung und seine Liebe in den Mittelpunkt stellt. Es eignet sich besonders gut als gemeinsames Einstiegs- oder Bewegungslied.

YouTube ansehen: https://youtu.be/kTYsYoAFYoI?feature=shared

Gottes große Liebe – Daniel Kallauch

ab ca. 4 Jahren

Ein fröhliches Bewegungslied über Gottes große und bedingungslose Liebe. Durch die Bewegungen können Kinder die Botschaft spielerisch und mit viel Freude erleben. Besonders passend als Einstieg in das Thema Gottes Liebe oder als gemeinsames Lied für zwischendurch.

YouTube ansehen: https://youtu.be/C0AOgCN9zh8?is=wy6FIgFCuwBN_lAH

Kindermutmachlied

ab ca. 5 Jahren

Ein ermutigendes Kinderlied über Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe. Es vermittelt Kindern auf fröhliche und verständliche Weise, dass wir füreinander da sein und gemeinsam vieles schaffen können.

YouTube ansehen: https://youtu.be/Ev72tKzsvsc?feature=shared

Wer teilt, der wird froh – Petra Ostermann

Ab ca. 4 Jahren

Ein schönes Kinderlied zum Thema Teilen und Helfen.

Noten & Liedinformationen ansehen: https://kinderkirchenlieder.de/lied/wer-teilt/

Spiele

Die Spiele können unabhängig von einer bestimmten Bibelgeschichte eingesetzt werden oder als Vertiefung einer Geschichte genutzt werden.  Die angegebenen Altersstufen sind Richtwerte und können je nach Gruppe angepasst werden.

Der Barmherzige Samariter – Teamspiel

Ab ca. 6 Jahren

ca. 15–20 Min.

Schwerpunkt: Helfen & füreinander da sein

Die Kinder bringen gemeinsam einen „Verletzten“ durch einen Hindernisparcours, ohne dass dieser den Boden berührt. Anschließend wird die Verbindung zur Geschichte des barmherzigen Samariters hergestellt.

Jeder ist wertvoll

Ab ca. 4 Jahren

ca. 10 Min.

Schwerpunkt: Wertschätzung

Ein Ball wird herumgereicht. Wer ihn bekommt, nennt etwas, das er an einem anderen Kind schätzt. Jüngere Kinder können mithilfe von Bildkarten positive Eigenschaften auswählen.

Wichtig: Kein Kind sollte gezwungen werden, etwas über ein anderes Kind zu sagen. Bei jüngeren Kindern kann die Leitung die Aussagen unterstützen.

Nächstenliebe-Detektive

Ab ca. 5 Jahren

ca. 10–15 Min.

Schwerpunkt: Wahrnehmen & Handeln

Die Kinder werden zu „Nächstenliebe-Detektiven“. Sie bekommen verschiedene Alltagssituationen und suchen darin nach Möglichkeiten, wie jemand einem anderen Menschen Liebe zeigen könnte.

Botschaft: Nächstenliebe beginnt damit, andere wahrzunehmen.

Gott kennt mich

Ab ca. 4 Jahren

ca. 10 Min.

Schwerpunkt: Gottes Liebe & eigener Wert

Die Kinder sitzen im Kreis. Ein Kind bekommt einen Gegenstand, zum Beispiel ein Herz. Es darf etwas über sich erzählen – etwa was es gerne macht, was es gut kann oder was es besonders mag. Anschließend dürfen die anderen Kinder etwas Positives über das Kind sagen. So lernen die Kinder einander besser kennen und entdecken, was jeden einzelnen Menschen einzigartig macht.

Botschaft: Gott kennt jeden Menschen ganz persönlich. Wir sind für ihn wertvoll und geliebt – genauso, wie wir sind.

Aktionen

Die Aktionen bieten die Möglichkeit, das Thema nicht nur zu besprechen, sondern für die Kinder erfahrbar und praktisch werden zu lassen.

Herzenspost

Ab ca. 5 Jahren

ca. 10–15 Min.

Schwerpunkt: Wertschätzung & Ermutigung

Jedes Kind bekommt einen Umschlag mit seinem Namen. Die Umschläge werden im Kreis weitergegeben und die Kinder dürfen für die anderen eine liebevolle Nachricht, ein Kompliment oder ein gemaltes Symbol hineinlegen. Am Ende bekommt jedes Kind seinen Umschlag zurück und darf entdecken, was die anderen an ihm schätzen.

Botschaft: Jeder Mensch ist wertvoll und hat besondere Stärken. Wir können anderen zeigen, dass sie gesehen, geschätzt und geliebt sind.

Ich bin wunderbar gemacht!

Ab 4 Jahren

ca. 20 Min.

Schwerpunkt: Selbstwert

Die Kinder gestalten gemeinsam den Körperumriss eines Kindes und machen daraus ein persönliches „Geschenk“ voller schöner Farben, Symbole und liebevoller Botschaften. Dabei erleben sie: Jeder Mensch ist einzigartig, wertvoll und von Gott wunderbar gemacht.

Zeit schenken

Ab ca. 6 Jahren

ca. 10–15 Min.

Schwerpunkt: Aufmerksamkeit & Zeit

Die Kinder überlegen gemeinsam, was es bedeutet, jemandem Zeit zu schenken. Anschließend sammeln sie Ideen: mit jemandem spielen, zuhören, gemeinsam spazieren, vorlesen, helfen, jemanden besuchen.

Zum Abschluss gestaltet jedes Kind eine kleine „Zeit-schenken-Karte“, die es später jemandem geben kann.

Botschaft: Wir können nicht nur Dinge teilen. Wir können auch unsere Zeit und Aufmerksamkeit schenken.

Teilen macht stark – wir spenden gemeinsam!

Ab 6 Jahren ·

ca. 1 Stunde Durchführung + Vorbereitung

Schwerpunkt: Teilen & Verantwortung

Gemeinsam sammeln die Kinder gut erhaltene Dinge, die sie nicht mehr benötigen, und geben sie an Menschen weiter, die sich darüber freuen können.

Die Aktion macht erlebbar, dass Teilen nicht bedeutet, etwas zu verlieren, sondern anderen etwas Gutes zu tun und Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Botschaft: Wir können mit dem, was wir haben, anderen helfen und Freude schenken.

Bastelideen

Die Bastelideen können mit einer Bibelgeschichte, einem Spiel oder einer Aktion verbunden werden. Einige eignen sich besonders als Geschenk für andere, andere erinnern die Kinder an Gottes Liebe.

Sternenlicht für andere

Ab 6 Jahren

ca. 15–20 Min.

Schwerpunkt: Liebe weiterschenken

Die Kinder gestalten ein kleines Sternenlicht, das sie anschließend einem Menschen schenken können. Dabei überlegen sie: „Für wen möchte ich ein Licht sein?“

Helferwolke

Ab ca. 5 Jahren

ca. 15 Min.

Schwerpunkt: Helfen

Eine Wolke wird gestaltet und mit kleinen „Helfer-Tropfen“ oder Herzen ergänzt. Auf jedes Element kommt eine Idee, wie man anderen helfen oder eine Freude machen kann.

Teilhände

Ab 3 Jahren

ca. 30–60 Min.

Schwerpunkt: Teilen & Gemeinschaft

Gemeinsam gestalten die Kinder eine große Leinwand mit ihren bunten Handabdrücken. Zu jedem Handabdruck wird festgehalten, was das Kind mit anderen teilen oder für andere tun möchte. Zum Beispiel Zeit, Freude, Spielzeug, Hilfe oder Aufmerksamkeit.

Denn Teilen bedeutet nicht nur, etwas abzugeben. Wir können auch unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit, unsere Freude und unsere Hilfe mit anderen teilen.

Mein Liebesherz

Ab ca. 4 Jahren

ca. 15–20 Min.

Schwerpunkt: Gottes Liebe & Selbstwert

Jedes Kind gestaltet ein Herz mit seinem Namen. Darauf kommen Worte oder Symbole, die daran erinnern:

Gott liebt mich.
Ich bin wertvoll.
Gott kennt mich.
Gott ist bei mir.

Das Herz kann mit nach Hause genommen werden.

Botschaft: Ich bin von Gott geliebt – genau so, wie ich bin.

Herz zum Verschenken

Ab ca. 4 Jahren

ca. 15–20 Min.

Schwerpunkt: Liebe weitergeben

Die Kinder gestalten ein Herz für einen Menschen, dem sie zeigen möchten: „Du bist mir wichtig.“ Das kann ein Freund, Geschwisterkind, Elternteil, Großelternteil oder jemand anderes sein.

Botschaft: Weil wir selbst Liebe erfahren, können wir Liebe weiterschenken.

Gespräche & Reflexionsfragen

Die Fragen sind als Anregungen gedacht. Es müssen nicht alle Fragen gestellt werden. Je nach Alter und Situation reichen oft ein bis drei Fragen. Wichtig ist, den Kindern Zeit zu geben, eigene Gedanken und Erfahrungen zu teilen.

Gottes Liebe

  • Woran merkst du, dass jemand dich liebhat?
  • Wie fühlt es sich an, wenn jemand dich so annimmt, wie du bist?
  • Was glaubst du: Wie zeigt Gott uns seine Liebe?
  • Gibt es etwas, das du Gott gerne erzählen möchtest?

Jeder Mensch ist wertvoll

  • Was macht einen Menschen wertvoll?
  • Muss jemand etwas Besonderes können, damit er wertvoll ist?
  • Wie können wir jemandem zeigen: „Du bist wichtig“?
  • Gibt es Menschen, die manchmal übersehen werden?

Nächstenliebe im Alltag

  • Was bedeutet es für dich, jemandem Gutes zu tun?
  • Wann hat dir schon einmal jemand geholfen?
  • Wie hast du dich dabei gefühlt?
  • Wo kannst du anderen helfen, ohne dass sie dich darum bitten?
  • Muss Nächstenliebe immer etwas Großes sein?

Hinschauen und wahrnehmen

  • Woran können wir merken, dass es jemandem nicht gut geht?
  • Was können wir tun, wenn jemand alleine ist?
  • Was würdest du tun, wenn ein Kind niemanden zum Spielen hat?
  • Warum schauen Menschen manchmal weg, obwohl jemand Hilfe braucht?

Anders sein

  • Was ist, wenn jemand ganz anders ist als ich?
  • Kann ich jemanden liebhaben, auch wenn ich ihn nicht gut kenne?
  • Wie können wir dafür sorgen, dass sich bei uns jeder willkommen fühlt?

Teilen und Helfen

  • Was können wir mit anderen teilen?
  • Muss Teilen immer bedeuten, dass wir etwas abgeben?
  • Wie können wir jemandem helfen, ohne dass er uns darum bittet?
  • Was kannst du besonders gut, das du für andere einsetzen kannst?

Nach einer Bibelgeschichte

  • Was ist dir an der Geschichte aufgefallen?
  • Wie ging es den einzelnen Personen wohl?
  • Was hat Jesus getan?
  • Was hat dich überrascht?
  • Was können wir aus der Geschichte für unseren Alltag mitnehmen?
  • Wo könnte uns diese Geschichte in unserem Leben begegnen?

Persönlicher Abschluss

  • Wem möchtest du in dieser Woche zeigen: „Du bist mir wichtig“?
  • Was möchtest du für jemanden tun?
  • Wem könntest du heute eine Freude machen?
  • Was möchtest du aus der heutigen Stunde mitnehmen?

Einstiegsideen

Die folgenden Ideen helfen dabei, die Kinder spielerisch und ohne lange Erklärung in das Thema hineinzuführen.

Das Herz in der Mitte

ab ca. 4 Jahren

5–10 Min.

Ein großes Herz liegt in der Mitte. Die Kinder überlegen: Was verbinden wir mit einem Herzen? Wen haben wir lieb? Woran merken wir, dass jemand uns liebhat? Anschließend wird die Brücke zu Gottes Liebe geschlagen.

Was würdest du tun?

ab ca. 5 Jahren

5–10 Min.

Die Mitarbeitenden erzählen kurze Alltagssituationen: „Ein Kind steht allein auf dem Spielplatz.“ „Jemand hat seine Brotdose vergessen.“ „Ein neues Kind kommt in die Gruppe.“ Die Kinder überlegen gemeinsam: Was könnten wir tun?

Gesehen werden

ab ca. 5 Jahren

5 Min.

Die Kinder sitzen im Kreis. Jedes Kind wird von der Leitung bewusst mit Namen begrüßt. Anschließend wird darüber gesprochen: Wie fühlt es sich an, wenn jemand meinen Namen kennt und mich wahrnimmt?

Das Geschenk

ab ca. 4 Jahren

5–10 Min.

Ein schön verpacktes Geschenk liegt in der Mitte. Die Kinder überlegen: Was macht ein Geschenk besonders? Anschließend geht es darum, dass Gottes Liebe ein Geschenk ist, das wir nicht verdienen müssen.

Bibelverse & Merksätze

„Du bist wunderbar gemacht.“ (Psalm 139,14)

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Markus 12,31)

„Lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott.“ (1. Johannes 4,7)

„Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ (Matthäus 7,12)

Für jüngere Kinder kann aus dem Bibelvers zusätzlich ein kurzer Merksatz werden, zum Beispiel: „Gott liebt mich. Ich bin wertvoll. Ich kann Liebe weitergeben.“

Gebetsimpulse

Die Gebete können vorgelesen, gemeinsam gesprochen oder als Anregung für ein freies Gebet verwendet werden.

Danke für deine Liebe

„Lieber Gott,
danke, dass du mich liebst.
Danke, dass ich für dich wertvoll bin.
Danke, dass du mich kennst und immer bei mir bist.
Hilf mir, deine Liebe auch anderen zu zeigen.
Amen.“

Jeder ist wertvoll

„Gott,
danke, dass jeder Mensch einzigartig ist.
Danke für meine Freunde, meine Familie
und für alle Menschen, die du liebst.
Hilf uns, einander anzunehmen
und niemanden zu übersehen.
Amen.“

Offene Augen

„Jesus,
schenke mir offene Augen,
damit ich sehe, wenn jemand Hilfe braucht.
Schenke mir offene Ohren,
damit ich höre, wenn jemand traurig ist.
Und schenke mir ein offenes Herz,
damit ich anderen Gutes tun kann.
Amen.“

Eine helfende Hand

„Lieber Gott,
danke für meine Hände.
Mit ihnen kann ich helfen, teilen, trösten und Freude machen.
Zeig mir, wo ich heute eine helfende Hand sein kann.
Amen.“

Für Menschen, die allein sind

„Gott,
heute denken wir an Menschen,
die sich allein oder traurig fühlen.
Sei du ihnen nahe
und schicke ihnen Menschen, die für sie da sind.
Zeige auch uns, wen wir sehen und ansprechen können.
Amen.“

Danke für Menschen

„Lieber Gott,
danke für die Menschen, die mich liebhaben.
Danke für Menschen, die mir helfen,
mir zuhören und mit mir lachen.
Hilf mir, auch für andere ein solcher Mensch zu sein.
Amen.“

Wenn jemand anders ist

„Gott,
du hast jeden Menschen wunderbar gemacht.
Hilf uns, nicht nur auf Unterschiede zu schauen,
sondern auf das, was uns verbindet.
Hilf uns, jeden Menschen anzunehmen
und ihm zu zeigen: Du bist willkommen.
Amen.“

Teilen

„Lieber Gott,
danke für alles, was wir haben.
Hilf uns, nicht nur an uns selbst zu denken.
Zeig uns, was wir mit anderen teilen können:
unsere Sachen, unsere Zeit, unsere Freude
und unsere Hilfe.
Amen.“

Für jemanden beten

Die Kinder dürfen nacheinander einen Namen nennen. Nach jedem Namen kann gemeinsam gesprochen werden:

„Gott, sei du bei __________
und schenke diesem Menschen deine Liebe.
Amen.“

Gebet mit Händen

Die Kinder schauen auf ihre Hände.

„Gott,
diese Hände gehören zu mir.
Sie können helfen.
Sie können trösten.
Sie können teilen.
Sie können Gutes tun.
Zeig mir, was meine Hände heute tun können.
Amen.“

Herzgebet

Ein Herz wird in die Mitte gelegt.

„Gott,
du kennst mein Herz.
Du weißt, was mich freut
und was mich traurig macht.
Danke, dass ich bei dir sein darf,
genau so, wie ich bin.
Fülle mein Herz mit deiner Liebe
und hilf mir, sie weiterzugeben.
Amen.“

Stille

Die Kinder schließen für einen Moment die Augen.

„Wir werden ganz still.
Wir denken daran:
Gott liebt mich.
Ich bin wertvoll.
Gott ist bei mir.
Wir können Gott jetzt in Gedanken
etwas sagen, wofür wir dankbar sind
oder was uns beschäftigt.“

(kurze Stille)

Was kann ich tun?

„Gott,
manchmal sehe ich nicht,
was ich für andere tun kann.
Öffne meine Augen.
Zeig mir einen Menschen,
dem ich heute eine Freude machen kann.
Gib mir Mut, den ersten Schritt zu tun.
Amen.“

Für mich selbst

„Lieber Gott,
manchmal brauche ich selbst jemanden,
der mich tröstet, mir zuhört oder mir hilft.
Danke, dass du mich siehst
und mich liebst.
Hilf mir, darauf zu vertrauen,
dass ich dir wichtig bin.
Amen.“

Kurzes Abschlussgebet

„Gott, danke für diesen gemeinsamen Tag.
Danke für deine Liebe.
Begleite uns auf unserem Weg
und hilf uns, deine Liebe weiterzugeben.
Amen.“

Segensgebet

„Gott, segne mich.
Gott, behüte mich.
Gott, schenke mir offene Augen,
ein offenes Herz
und eine helfende Hand.
Lass mich deine Liebe spüren
und sie weitergeben.
Amen.“

Hannah und Sofia lesen Bilderbücher, die Werte vermitteln
©Lia Schrull

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