Verlaufsplanung zu „Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs“
Hilfsbereitschaft, Empathie und Verantwortung im Alltag
| Alter: Ab 5 Jahren | Dauer: ca. 30-45 Minuten | Material: Bilderbuch: „Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs“ Bild von Wutsch Kleine Sterne zum Verschenken |
Vorbereitung:
Die Handpuppe „Wutsch“ wird vor Beginn der Vorlesestunde für die Kinder gut sichtbar, aber nicht sofort auffällig, im Gruppenraum platziert.
Inhaltsangabe:
Hoch oben in Sternosien leben die Wompets. Das sind kleine Wolkenmonster, die für die Menschen die Sterne im Himmel anzünden. Eines Morgens wacht das Wompet Wutsch auf und findet sich auf der Erde wieder. Wie kommt er bloß wieder zurück nach Sternosien? Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach Hilfe. Doch niemand hat Zeit für ihn. Als Wutsch schon fast die Hoffnung verliert, bemerkt er, hier auf der Erde gibt es Menschen, denen es auch nicht so gut geht. Also beschließt er, sich selbst um diese Menschen zu kümmern. Und dadurch verändert sich auch für ihn alles. Denn auch jede noch so kleine Hilfe macht die Welt ein bisschen freundlicher.
Kernaussage:
Die Geschichte vermittelt Kindern, dass Hilfsbereitschaft und Mitgefühl die Welt verändern können. Sie zeigt, dass auch kleine Handlungen Bedeutung haben und dass jeder Mensch etwas Positives beitragen kann.
Verlaufsplanung:
Hinführung
Die Kinder sitzen im Halbkreis. Die pädagogische Fachkraft schaut sich suchend im Raum um.
„Kinder, ich brauche eure Hilfe. Mein Freund Wutsch ist verschwunden.“
Die pädagogische Fachkraft zeigt ein Bild von Wutsch. „Vielleicht könnt ihr mir helfen. Schaut euch einmal ganz aufmerksam um. Könnt ihr Wutsch entdecken?“
Wenn ein Kind Wutsch entdeckt, wird die Beobachtung aufgegriffen und wertgeschätzt. „Ihr habt Wutsch gefunden. Gut gemacht!“
Die Handpuppe wird geholt und den Kindern gezeigt.
„Das ist Wutsch. Er ist ein Wompet, ein Wolkenmonster aus Sternosien. Heute möchte er euch erzählen, was ihm passiert ist. Denn eines nachts ist er plötzlich von Sternosien runter auf die Erde gefallen und wusste nicht mehr, wie er nach Hause kommen sollte. Lasst uns gemeinsam herausfinden was Wutsch erlebt hat.“
„Die Geschichte heißt: Die Wompets und das Geheimnis des Heimwegs.“
Gemeinsame Bilderbuchbetrachtung und Erarbeitung
Während des Vorlesens werden gezielte Gesprächsimpulse genutzt.
Seite 7:
„Wutsch setzt sich auf und denkt nach. Wie komme ich bloß wieder zurück?“, murmelt er leise. „Wenn ich doch bloß nicht so allein wäre!“ Doch dann kommt ihm eine Idee:
- „Welche Idee könnte Wutsch jetzt haben, um wieder nach Hause zu kommen?“
- „Was würdet ihr an seiner Stelle tun?“
Seite 12-13:
- „Wie denkt ihr, fühlt sich Wutsch jetzt?“
- „Dann schauen wir mal auf der nächsten Seite nach, ob ihr Recht habt.“
Seite 16-17:
- „Wie geht es der alten Frau und dem kleinen Mädchen?“
- „Woran erkennt ihr das?“
Seite 20:
- „An wen denkt Wutsch?“
Nach dem Vorlesen von Seite 21:
Zurückblättern zu Seite 16. Die Seite, auf der die alte Frau mit der Einkaufstasche zu sehen ist, wird erneut betrachtet.
- „Wie könnte Wutsch der Frau helfen?“
- „Mal sehen, ob eure Vermutung stimmt.“
Dann wird zurück zu Seite 22-23 geblättert und weitergelesen.
Seite 22-23:
Nach dem Vorlesen dieser Seiten:
- „Wie geht es der Frau jetzt?“
- „Wie fühlt sich Wutsch, nachdem er geholfen hat?“
- „Warum kann helfen ein gutes Gefühl auslösen?“
Zu Seite 18 zurückblättern: Hilfesituation 2 (Mädchen)
Die Seite wird erneut betrachtet, auf der das traurige Mädchen zu sehen ist.
- „Wie könnte Wutsch dem Mädchen helfen?“
- „Schauen wir nach, ob ihr recht habt.“
Seite 24/25 – Abgleich mit der Geschichte
- „Hattet ihr richtig vermutet?“
- „Wie geht es jetzt Wutsch und dem Mädchen?“
- „Welche Person fehlt jetzt noch, der Wutsch noch nicht geholfen hat?“
Es wird zurück zur Seite 18-19 geblättert: Hilfesituation 3 (Mann mit geflickter Kleidung)
Die Seite wird erneut betrachtet.
- „Wie könnte Wutsch diesem Mann helfen?“
Abgleich mit Seite 26-27.
Seite 28-29:
- „Warum ist Wutsch hier plötzlich wieder traurig?“
- „Was könnte ihm jetzt helfen?“
Seite 32-33:
- „Was könnte die Regenbogenrauchwolke bedeuten?“
- „Was glaubt ihr, passiert jetzt?“
Vertiefung
Im Anschluss wird die Geschichte gemeinsam reflektiert. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, das Geschehen zu verstehen, Gefühle nachzuvollziehen und Bezüge zur eigenen Lebenswelt herzustellen.
Verständnisimpuls
- „Was hat Wutsch auf der Erde gelernt?“
- „Warum hat er angefangen, anderen zu helfen?“
Reflexionsfragen
- „Wie hat sich Wutsch am Anfang gefühlt?“
- „Wie hat sich das im Laufe der Geschichte verändert?“
- „Warum hilft Wutsch anderen, obwohl er selbst Hilfe braucht?“
Transfer in die Lebenswelt der Kinder
- „Habt ihr schon einmal jemandem geholfen?“
- „Hat euch schon einmal jemand geholfen?“
- „Wie hat sich das angefühlt?“
- „Wem helft ihr im Alltag?“
Pädagogische Einordnung
Die Kinder erkennen, dass Hilfsbereitschaft auch im Kleinen wirksam ist. Sie lernen, dass eigenes Handeln Einfluss auf andere haben kann und dass soziale Unterstützung ein wichtiger Teil des Zusammenlebens ist.
Abschluss
Wutsch wird erneut gezeigt.
„Wutsch hat auf der Erde etwas sehr Wichtiges gelernt: Helfen macht glücklich.“
„Habt ihr das auch schon einmal erlebt?“
Kurzer Austausch mit den Kindern.
„Wutsch hat aber noch etwas gelernt: Beim Helfen gibt es eine Sternenregel für Kinder. Menschen, die ihr gut kennt, dürft ihr immer helfen. Bei fremden Menschen ist es wichtig, zuerst einen Erwachsenen zu fragen. Denn das Wichtigste beim Helfen ist, dass es euch selbst gut geht.“
Wenn die Kinder die Regel verstanden haben, zeigen sie einen Daumen nach oben.
„Zum Schluss möchte euch Wutsch noch einen Helferstern schenken. Der soll euch daran erinnern, dass jeder helfen kann und kleine Taten Großes bewirken.“
Jedes Kind erhält einen Helferstern. Danach verabschieden sich die Kinder von Wutsch.